Vortrag für Angehörige Suchtbetroffener

14.05.2024

So vielseitig wie das Leben sind auch die Herausforderungen, die es mit sich bringt. Manchmal sind sie zu groß, als dass wir sie allein meistern können. Zur Aktionswoche Alkohol vom 8. bis 16. Juni 2024 rückt die Stiftungsfamilie Angehörige von Suchtbetroffenen in den Fokus. So beleuchten wir beispielsweise, welches Verhalten die Sucht eines nahestehenden Menschen ungewollt sogar begünstigt – und was wirklich hilft.

Die Last der Angehörigen

Sich mit der eigenen Sucht und den gesundheitlichen, finanziellen und sozialen Folgen auseinandersetzen zu müssen, ist schwer. Wichtig ist aber auch: Eine Sucht betrifft nicht Abhängige allein, sondern auch deren Familien, das Arbeitsumfeld und den Freundeskreis. Acht Millionen Angehörige leben in Deutschland in enger Gemeinschaft mit einem alkoholabhängigen Menschen, darunter drei Millionen Kinder. Die bundesweite Aktionswoche Alkohol, organisiert von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. und weiteren Partnern, findet 2024 daher unter dem Motto „Wem schadet dein Drink?“ statt.

Digitaler Impulsvortrag

Oftmals stellen nahestehende Menschen eigene Bedürfnisse zurück, fühlen sich für die Gesundheit Suchtbetroffener verantwortlich oder helfen, das Problem unter Verschluss zu halten. Ungewollt fördern sie damit Bedingungen, unter denen die Sucht voranschreiten kann. Oft leidet in der Folge auch die Gesundheit der Angehörigen selbst.

Im digitalen Vortrag "Im Sog der Sucht!? – was Angehörige von Menschen mit Suchterkrankungen tun können" am 13. Juni von 12 bis 13.15 Uhr erläutern Julika Pfuhl und Anna Ebenbeck aus der Sozialberatung der Stiftungsfamilie die Handlungsspielräume derjenigen, die mit suchterkrankten Menschen zusammenleben oder arbeiten. Suchtbetroffene selbst sind ebenfalls herzlich eingeladen, teilzunehmen. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, Impulse aus der umfangreichen Erfahrung der Sozialberatung in der Stiftungsfamilie aufzugreifen sowie eigene Fragen zu stellen.

Die Veranstaltung findet über Microsoft Teams statt. Interessierte schreiben für die Anmeldung an beratung@stiftungsfamilie.de, Anmeldefrist ist der 11. Juni, 12 Uhr. Die Bestätigung mit dem Link zur Teilnahme erhalten Sie von uns ab 21. Mai.

Weitere Artikel

10.05.2024
 

Auszeit für ukrainische Kinder

Seit über zwei Jahren leiden Menschen aus der Ukraine unter dem Angriff Russlands. Seit Ausbruch des Krieges engagiert sich die Bahnfamilie für Geflüchtete aus dem Land. Die Stiftungsfamilie hat in Kooperation mit der Deutschen Bahn finanzielle Unterstützung für Betroffene aus dem Bahnbereich geleistet, zu Spenden aufgerufen, in sozialen und rechtlichen Fragen beraten sowie Unterbringungsmöglichkeiten und Jobangebote in den stiftungseigenen Hotels geschaffen. Einladung in den Harz Vor allem für Kinder ist die Situation in ihrem Heimatland beängstigend. Für den Versuch, Sorgen und Nöte für eine Zeitlang gegen Unbeschwertheit einzutauschen, hat die Stiftungsfamilie gemeinsam mit dem Lions Club Goslar Kaiserpfalz einer Gruppe Kindern eine Auszeit ermöglicht. In unseren familienfreundlichen Ferienwohnungen Brockenblick im Naturpark Harz sowie dem benachbarten BSW-Erlebnishotel Festenburg genossen 16 Jungen und Mädchen im April eine Woche kostenfreien Urlaub. Für unbeschwerte Momente mit Freundinnen und Freunden bieten beide Reiseziele nahezu unendliche Gelegenheiten: Mit Grillplatz, Tischtennisplatte, Bowlingbahn, Minigolf-Anlage sowie Fußball- und Volleyballplatz. Die Kosten der Unterbringung hat der Lions Club unter besonderer Beteiligung der Unternehmer Folkert Bruns und Ralf Clavey übernommen, während die Stiftungsfamilie unter Leitung von Frédy Morgenroth frühzeitig Zimmer für die Gruppe reserviert hat und den Aufenthalt organisierte. Anerkennung für die Initiative zeigte Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner bei einem Besuch der Gruppe. Hilfe von Anbeginn Im BSW-Erlebnishotel Festenburg finden seit seit über zwei Jahren verschiedene Aktivitäten statt, um Menschen aus der Ukraine eine Auszeit von der belastenden Situation zu ermöglichen, viele davon mit dem Verein Bürger helfen Bürgern aus Clausthal-Zellerfeld unter Leitung von Andrea Duit-Reith: So lernen im hoteleigenen Schwimmbad ukrainische und deutsche Kinder regelmäßig gemeinsam schwimmen. Ein Sommerfest mit vielen Attraktionen fand 2023 bereits zum zweiten Mal auf dem Hotelgelände statt.

Menschen im Mittelpunkt

24.04.2024
 

Auf ein Hallo bei Tiger, Bär und Co.

Erleichterung für Eltern Es Eltern erleichtern, Kontakte zu anderen Familien mit Kindern zu knüpfen, aber auch mit professionellem Rat zur Seite stehen, wenn die Erziehung einmal in der Sackgasse steckt – das und vieles mehr hat sich die Stiftungsfamilie mit den Elternnetzwerken in ganz Deutschland fest vorgenommen. Viele, aufregende Angebote zur Freizeitgestaltung gehören natürlich auch dazu. Zoobesuch in mehreren Städten Und so hatten wir natürlich auch einen großen Zoobesuch mit Kind und Kegel als echten Freizeit-Klassiker eingeplant. Angeleitet von vielen Kolleginnen und Kollegen aus der Stiftungsfamilie ging es im März gleich an mehreren Städten auf einen Besuch bei Tiger, Bär und Co. Insgesamt 273 Elternteile und Kinder waren bei den Aktionen in Berlin, Gelsenkirchen, Hannover, Heidmühlen, Kronberg, Leipzig, München, Nürnberg und Ulm dabei. Freude bei Groß und Klein Bei gemeinsamen Treffpunkten konnten die Familien immer wieder zusammenkommen, sich austauschen oder für eine gemeinsame Runde auf dem Spielplatz verabreden. Über die positive Rückmeldung freuen wir uns: „Ich fand es schön, dass alle ihre Wege gehen konnten und man sich später dennoch wiedergetroffen hat! So konnte man nochmal ins Gespräch kommen. Einige Eltern haben wir auch schon bei anderen Aktionen kennengelernt, da war es schön, sie wiederzusehen“, freute sich beispielsweise ein Familienvater. Sich an den kleinsten Besucherinnen und Besucher zu orientieren, war natürlich an allen Standorten klar: „Gut hat mir gefallen, dass das Tempo in der Gruppe gemächlich war und die Bedürfnisse der Kinder im Vordergrund standen. Auch das gemeinsame Picknick am Spielplatz war sehr schön“, so die Rückmeldung einer anderen Familie. Weitere Angebote entdecken Die vielen Formate und Veranstaltungen unserer Elternnetzwerke finden Sie übrigens auf unserer Website. Anmelden können Sie sich beispielsweise schon jetzt für unsere regional stattfindenden Picknicks, die wir von Mai bis Juli an verschiedenen Standorten veranstalten.

Gemeinsames Erleben

17.04.2024
 

Sinnstiftend vererben

Wenn Familie und Freundeskreis entsprechend bedacht sind oder es kein direktes soziales Umfeld mehr gibt, dann stellt sich vielen Menschen die Frage, an wen sie vererben können – jemanden, dem man vertraut und bei dem man weiß, dass das Geld gut aufgehoben ist und sinnvoll eingesetzt werden kann. Vielen ist es wichtig, ein letztes Geschenk an die Welt zu geben und damit Bleibendes zu schaffen. Hier bieten sich Institutionen, Vereine oder Stiftungen an. Ein herzliches Dankeschön „Die Stiftung EWH erhält regelmäßig Erbschaften und Vermächtnisse“, erklärt Christiane Schwab-George von der Stiftungsfamilie. „Dafür sind wir sehr dankbar. Es ist immer berührend für uns, denn es zeigt, dass Menschen uns vertrauen und wissen, dass wir mit dem Geld wirklich Gutes tun. Es gibt Menschen im Bahnbereich, die ein hartes Schicksal haben und deren Leid wir durch finanzielle Mittel zumindest etwas lindern können.“ Dazu kommt, dass die mildtätige Stiftung EWH keine Erbschaftssteuer zahlen muss – es bleibt also jeder Euro erhalten. Bleibendes schaffen Im letzten Jahr hat die Stiftung EWH ein besonders großzügiges Erbe von einer Hamburgerin erhalten, die fast hundert Jahre alt geworden ist. Sie hat einen Betrag im unteren sechsstelligen Bereich vererbt. Ein anderes Erbe kam vor einiger Zeit von einem Waisen, dem es wichtig war, die in seiner Kindheit erfahrene Unterstützung weiterzugeben. Häufig sind dies die Gründe, warum die Stiftung EWH Erbschaften erhält: um etwas weiterzugeben an Menschen, die möglicherweise ein ähnliches Los im Leben haben. Sinnstiftend tätig zu werden über den eigenen Tod hinaus – und so auf eine Art für immer zu bleiben. Testamentsgestaltung Es fällt schwer, sich diesem Thema zu widmen, aber so oder so sollten wir alle es tun: ein Testament machen. Wie das geht und wie Sie in Ihrem Letzten Willen einen guten Zweck berücksichtigen können, das erfahren Sie am 16. Mai in unserem Online- Seminar Tipps zur Testamentsgestaltung und wie Sie mit dem Erbe Gutes tun aus unserer Projekt Leben-Reihe. Expertin Susanne Anger, Sprecherin der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“, erklärt alles, was Sie wissen müssen, mit praxisnahen Tipps und beantwortet im Anschluss an ihren Vortrag gerne weiterführende Fragen. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von 25 namhaften gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen.

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