Gruppe von Personen in orangen Warnwesten steht auf einem Flughafen vor zwei Flugzeugen.

Wo unsere Gemeinschaft beginnt

15.09.2026

An deutschlandweit Hunderten Standorten ist die Stiftungsfamilie für Sie da: ob Sie Fragen zu unseren Leistungen oder Ihrer Mitgliedschaft haben oder an einer von vielen Veranstaltungen teilnehmen wollen. Vor Ort sind es engagierte Menschen, die der Stiftungsfamilie ein Gesicht geben und unsere Gemein­schaft prägen. In Karlsruhe leitet Ralf Bott ehrenamtlich die Ortsstelle, in Lebach im Saarland Dorothea Kassing. Im Interview erzählen beide, warum gemeinsame Unternehmungen mehr sind als nur Zeit mit­einander zu verbringen und was das mit der Stiftungsfamilie zu tun hat.

In welchem Bereich engagieren Sie sich?

Dorothea Kassing: Ich bin seit 1972 Mit­glied. Die Gedanken der Stiftungsfamilie lagen mir bereits am Herzen, als ich mit 17 Jahren zur damaligen Deutschen Bun­desbahn kam. Ich war 48 Jahre lang im Beruf, unter anderem als Kundenberaterin Güterverkehr und Leiterin der Güterkraft­verkehrsstelle Saarland/Rheinland-Pfalz. Seit bald 14 Jahren leite ich nun die Ortsstelle Lebach/Wadern. Dort war uns immer klar, dass wir den Gemein­schaftsgedanken der Bahn und der Stif­tungsfamilie leben und Zusammenkünfte ermöglichen wollen. Ralf Bott: Ich habe 1973 bei der damali­gen Deutschen Bundesbahn angefangen und unter anderem im Betriebs- und Ver­kehrsdienst sowie im Immobiliendienst gearbeitet. Zuletzt war ich als stellver­tretender Vorsitzender beim Besonderen Personalrat des Bundeseisenbahnver­mögens Süd tätig. Mitglied der Stiftungs­familie bin ich von Beginn an. Die Leitung der Ortsstelle Karlsruhe habe ich seit 2018, diese ist für über 3.000 Mitglieder verantwortlich. Unterstützung erhalte ich von acht Kolleginnen und Kollegen.

 

— "Ich möchte Menschen zusammenbringen und Verbindung schaffen" – Dorothea Kassing

Was hat Sie dazu bewogen, aktiv zu werden?

Dorothea Kassing: Als Berufsfürsorgerin und Eingliederungsmanagerin konnte ich mehrfach Mitarbeitenden in Not durch die Stiftungsfamilie helfen lassen. Mit der Privatisierung der Deutschen Bahn kam es zu vielen Veränderungen und Heraus­forderungen für die Beschäftigten. Die Stiftungsfamilie war damals wie heute vor Ort, mit festen und vertrauenswür­digen Ansprechpersonen. Für die Men­schen sind das Stellen, an denen sie Ge­hör und Unterstützung finden. In unserer Ortsstelle wollen wir das ebenfalls leben. Ralf Bott: Vor Jahren hatte sich der Sohn eines Freundes bei einem Badeunfall so schwer verletzt, dass er querschnittsge­lähmt blieb. Die Stiftungsfamilie hat so­fort reagiert und die Familie unterstützt. Auch die Hilfen bei Flutkatastrophen und Hochwassernotlagen haben mir das Ge­fühl gegeben, weitere Unterstützerinnen und Unterstützer gewinnen zu wollen. Schon zu meiner aktiven Dienstzeit habe ich die Stiftungsfamilie in Personalver­sammlungen oder Veranstaltungen der EVG eingebunden. Es war mir wichtig, dieser Arbeit eine Plattform zu geben und sie bekannter zu machen.

Woran und mit wem arbeiten Sie kon­kret?

Dorothea Kassing: Wir bieten feste Be­ratungstage in einem Raum im Rathaus Lebach an, helfen Mitgliedern beispiels­weise bei Anträgen zu Kranken- oder Pflegeversicherungen, suchen An­sprechpersonen in Erbschaftsangele­genheiten, besuchen kranke und betag­te Mitglieder und haben auch schon bei Trauer begleitet. Ralf Bott: Unsere Ortsstelle organisiert Ausflüge ins Theater oder Besichtigun­gen, beispielsweise der Baustelle von Stuttgart 21, Vorträge zu Themen wie Versicherungen, DB-Fahrvergünstigun­gen oder, als Teil der Digitalen Hilfe, zum Umgang mit dem Smartphone. In diesem Jahr machen wir eine Fahrt mit dem Gla­cier-Express durch die Schweizer Berg­welt und 2027 wollen wir die Arbeiten an der Brenner-Bahnstrecke besichtigen.

Gab es Ereignisse, über die Sie sich be­sonders gefreut haben?

Ralf Bott: Für mich sind alle Begegnun­gen mit unseren Mitgliedern Grund zur Freude. Außerdem geschieht bei den Veranstaltungen vieles, was unsere Ge­meinschaft ausmacht. Einmal kam bei einer Schiffsfahrt nach Speyer eine Frau auf uns zu, deren Mann kurz vorher verstorben war. Sie hatte natürlich eini­ge noch zu regelnde Angelegenheiten. Schon während des Ausflugs konnten wir Kontakte vermitteln und helfen, die Situ­ation zu erleichtern. Das sind Dinge, die mich sehr freuen und die in einer guten Gemeinschaft dazugehören.

 

— "Mein Ziel ist es, Menschen für die Sache zu gewinnen" – Ralf Bott

Sich für die Sache zu engagieren, ist nö­tig, weil …

Ralf Bott: … die Stiftungsfamilie und ihre Leistungen noch bekannter werden sol­len. Viele Mitglieder haben zu den Ange­boten und unserer Gemeinschaft noch wenig Zugang. Wir als Ortsstelle helfen sehr gern mit, das zu verändern. Dorothea Kassing: „Im Grunde sind es die Verbindungen mit Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben“, sagte Wilhelm von Humboldt. Ich möchte Men­schen zusammenbringen und Verbin­dungen ermöglichen. Dafür veranstalten wir Ausflüge und Reisen, beispielsweise in die Grube Göttelborn, zum Saarländi­schen Rundfunk und auch ins Ausland.

Was wäre, wenn sich noch mehr Men­schen engagieren würden?

Dorothea Kassing: Wir könnten weitere Angebote schaffen und mehr Menschen erreichen. Wir freuen uns also über alle, die zu uns stoßen, in welchem Umfang auch immer.

Eine Gemeinschaft ist nur so stark wie die Menschen, die sich für sie einsetzen. Deshalb freut es uns besonders, dass sich Tausende Mitglieder ehrenamtlich in die Arbeit der Stiftungsfamilie einbringen. Sie sind Teil unserer Gemeinschaft und möch­ten sich ebenfalls einsetzen? Auf unserer Website finden Sie unter Engagement vielseitige Möglichkeiten: ob für Bewe­gung, Bildung, Kultur, Integration, unseren Nachwuchs oder als Botschafterin oder Botschafter in Ihrem Betrieb – und das in der Taktung, die für Sie am besten ist.

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