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23.07.2026
Für viele Glücksmomente bei dutzenden von Kindern aller Altersklassen hat einmal mehr das Kinderfest am BSW-Erlebnishotel Festenburg gesorgt, zu dem die Stiftungsfamilie mit Unterstützung des Vereins „Bürger helfen Bürgern“ im Juli eingeladen hat.
„Ohne die finanzielle Unterstützung des Vereins ,Glück in Dosen‘ sowie des Kinderschutzbundes ,Mitten drin‘ wäre das finanziell nicht zu stemmen“, sagte Andrea Duit-Reith vom Verein „Bürger helfen Bürgern“. Sie selbst kümmerte sich um eine gigantische Tombola mit rund 1.000 Preisen vom T-Shirt bis zur Trinkflasche. „Jedes Los gewinnt, es gibt keine Nieten“, sagte sie.
Das freute natürlich auch die Kinder, für die es separate Lose und Preise gab. Aber viel mehr begeisterte das Angebot an Spiel- und Sport- und Mitmach-Möglichkeiten. Wie eigentlich seit dem ersten Mal vor vier Jahren waren die Quads des Vereins „Quadkinder“ dicht umlagert. Startete der Verein seinerzeit noch mit einer Handvoll Mitfahrmöglichkeiten, gab es diesmal über ein Dutzend Quads, auf denen die Kids und auch so manches Elternteil einmal eine kleine Runde drehen wollten. Es soll nicht wenige Kinder gegeben haben, die an diesem Tag jedes Quad und jeden Fahrer einmal begleiteten. „Wir machen das alles ehrenamtlich und freuen uns über Spenden, die wir für das Kinderhospiz sammeln“, sagte Andreas Hagedorn von den „Quadkindern“.
Gar nicht so schwer stellten auch einige Kids fest, die sich einmal beim „Seb“ im Jonglieren übten. Der hatte reichlich passendes Material dabei, damit Kinder und ihre Eltern jeglichen Talents einmal ein wenig die Geschicklichkeit trainieren. Eine tolle Herausforderung stellte auch die Kletterwand dar, die rund 12 Meter in den Oberharzer Himmel ragte. Da versuchten sich viele Kinder, doch wenige meisterten die Wand zu gut wie Carla aus Erfurt. „Ich klettere gerne und gehe auch öfter mal in die Kletterhalle“, sagte die Neunjährige, die zu Besuch bei Tante Kathy im Oberharz ist. „Der große Unterschied ist, dass es hier keine festen Griffe gibt, das macht es schon schwieriger.“
Für den vierjährigen Samu aus Hohegeiß war die Kletterwand noch eine Nummer zu schwer, aber gemeinsam mit Onkel Thomas fegt er mit der Wasserspritze der Schulenberger Feuerwehr dafür die Tennisbälle von den Pylonen. Viel Reden mochte der schüchterne Junge nicht, aber auf die Frage, ob ihm das Fest gefalle, gab es immerhin ein kräftiges Kopfnicken und ein deutliches „Ja!“
Viele Neugierige scharte auch die Suchhundestaffel Nordharzer zu ihren Vorführungen um sich. Das Team um Vorsitzenden Thomas Reinert demonstrierte die unterschiedlichen Suchformen und so manches Kind wollte sich denn auch einmal von den bestens ausgebildeten Hunden suchen lassen.
Spannend war für viele auch einmal mit dem Bogen zu schießen. Trotz der großen Zielscheiben in rund 15 Metern Entfernung stellten viele Kinder und auch Eltern fest, dass dies gar nicht so einfach ist. Schließlich bedarf es nicht nur etwas Kraft, um den Bogen gut zu spannen, auch das richtige Loslassen der Bogensehne bedarf etwas Übung. Die brauchte es weniger beim Trampolinspringen. Auch hier waren die vier Felder nahezu ständig belegt und die Kinder tobten und schlugen Salti.
Ein weiteres Highlight kam dann am Nachmittag hereingeschwirrt: die Wolfshäger Hexenbrut animierte nicht nur die Kinder zum Tanzen und Mitsingen, sondern es wurde auch geschminkt und es konnten gigantische Seifenblasen in die Luft gelassen werden. Das Rezept, wie diese perfekte Seifenblasen-Lauge im Hexenkessel gebraut wird, wollte Hexe Jana Pförtner allerdings nicht preisgeben, „das ist Hexengeheimnis.“ Den Kindern war es egal, denn sie kreierten wundervolle große Seifenblasen an diesem Nachmittag und später durfte so manches kleine Mädchen bei einer finalen Polonäse gar auf einem echten Hexenbesen reiten.
Hotelleiter Fredy Morgenroth bilanzierte: „Alle waren zufrieden, es gab Lob von allen Seiten. Das Angebot bot Kindern aller Altersklassen etwas, das hat prima gepasst.“ Und Constanze Werner, stellvertretende Hotelleitung, stellte zufrieden fest: „Die Hotelgäste, die vielen Besucherinnen und Besucher und auch die Ausstellenden waren alle begeistert. Es war wieder sehr viel Arbeit im Vorfeld, aber wenn man all die glücklichen Kindergesichter sieht, dann weiß man, dass es sich gelohnt hat.“
Text: Camillo Kluge