Gut beraten

03.03.2026

Während einer Mutter-/Vater-Kind-Kur haben die Eltern nicht nur die Möglichkeit, vom Alltag abzuschalten und eine Auszeit zu genießen: Mit Abstand vom gewohnten sozialen Umfeld gelingt manch neuer und weiterbringender Blick auf die Themen und Sorgen zu Hause. Im Haus Möwennest auf der Sonneninsel Usedom erhalten die Mütter oder Väter zusätzlich professionelle Unterstützung mit ganzheitlichen Be­ratungsansätzen, wenn sie das möchten: Alle Beratungsangebote sind freiwillig. Matthias Förster und Yvonne Luxem erläutern hier, welche das sind.

Erziehungsberatung

Gesellschaftliche Vorstellungen, wie die „ideale Mutter“ oder der „ideale Vater“, verursachen häufig ein Gefühl der Überforderung bei Eltern. Die Unsicherheit, welche Konflikte und Schwierigkeiten beim Heranwachsen der Kinder „normal“ sind, ist weitverbreitet. Die Sozialpädagogin Yvonne Luxem bietet Ihnen einzeln oder als Elternpaar eine Erziehungsberatung an. Sie zielt darauf ab, Sie in Ihrer Rolle zu stärken und die Entwicklung Ihrer Kinder zu fördern. Gemeinsam werden Lösungswege erarbeitet, um Krisen zu bewältigen und eingefahrene Konfliktmuster zu durchbrechen. Die Themen sind so vielfältig wie die Kinder selbst und reichen von allgemeinen Entwicklungsfragen über schulische Probleme und den Umgang mit Medien bis hin zu Herausforderungen im Hinblick auf die Trennung der Eltern und Verhaltensauffälligkeiten der Kinder. Ergänzt wird das Beratungsangebot durch Themenkreise zu den verschiedenen Entwicklungsphasen der Heranwachsenden.

Psychosoziale Beratung

Seelische Belastungen und soziale Herausforderungen können die eigene Lebenswelt stark beeinträchtigen. Psychosoziale Beratung ist die professionelle Unterstützung in Krisen und schwierigen Lebensphasen. Sie wirkt präventiv oder unterstützend, z. B. bei beruflicher Belastung, bei Partnerschaftskonflikten oder bei Stress. Der Sozialpädagoge und Sozial­betriebswirt Matthias Förster geht gern mit Ihnen ins Gespräch und erarbeitet mit Ihnen realistische Lösungsstrategien, z. B. bei Ängsten, Antriebslosigkeit, sozialer Vereinsamung oder Leistungsdruck. Er unterstützt bei Entscheidungen oder bei der Klärung persönlicher oder sozialer Situationen. Sie schaffen gemeinsam neue Perspektiven durch Entwicklung, z. B. das Stärken Ihrer Eigenverantwortung und das Aufstellen neu(entdeckt)er Kompetenzen. Eine solche Beratung kann dafür sorgen, dass es nach der Kur zu Hause etwas weniger belastend weitergeht, als es vor der Kur der Fall war.

 

— Die täglichen Anforderungen an Sie und Ihre Kinder können sich negativ auf Ihr inneres Gleichgewicht auswirken. Unsere Mutter-/Vater-Kind-Kuren stärken das Familiensystem und stellen die wichtige Balance zwischen Körper und Geist wieder her. Die Krankenkassen genehmigen diese in der Regel dreiwöchigen Kuren. Alle Termine finden Sie hier. —
 

Psychologische Beratung

Diese können wir unter bestimmten Bedin­gungen mit der Psychologin Irene Gonzalez anbieten: In den Sitzungen wird durch das Formulieren des Anliegens der darunterliegende Konflikt oder Schatten her­ausgearbeitet und erforscht. Das kann z. B. die Unfähigkeit, sich abzugrenzen, oder die eigenen Bedürfnisse wahr und ernst zu nehmen, sein. So kann herausgefunden werden, dass ein Anliegen meist nur das Symptom beschreibt, das aus einer Schutzreaktion, aus einem Trauma oder aus einem Muster heraus entstanden ist. Im besten Fall lernen Sie ein besseres Verständnis für sich und Ihre Strategien sowie einen Ansatz, um sich weitere Hilfe und Unterstützung am Heimatort zu suchen.

Ernährungsberatung

Unsere Diätassistentin Nicole Pazer bietet Ernährungsberatung an. The­matisiert werden hier oft persönliche Ernährungsfragen, eine dauerhafte Ernährungsumstellung, Nährstoffgehalte und -bedarfe, die präventive Veränderung von Gewohnheiten und eine anhaltende Gewichtsstabilisierung, um insgesamt die Lebensqualität zu verbessern. Im Beratungsprozess werden Ihnen die erforderlichen Inhalte, basierend auf den aktuellen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen, verständlich vermittelt. Der Ernährungsstatus wird erfasst und nachfolgend bei Bedarf gemeinsam eine Strategie der Ernährungsumstellung entwickelt.

Mit Blick auf die Hauptdi­agnose der chronischen Erschöpfung aller Patientinnen und Patienten zielt das Gespräch darauf, eine Lebensstiländerung mit den Säulen Ernährung, Bewegungsgewohnheiten und Stressmanagement zu erreichen. Das Er­nährungsverhalten muss immer im Kontext des individuellen Tagesablaufs, beruflicher Tätigkeit, familiärer Gewohnheiten und persönlicher Vorlieben betrachtet und es muss in Zusammenarbeit eine Strategie der möglichen Verhaltensänderung erarbeitet werden.

Oft erhält das Team nach den Kuren positive Rückmeldungen über Erfolgserlebnisse der Mütter und Väter, die sich in den drei Wochen aktiv ihren Themen gestellt und die Impulse aus den Beratungen zu Hause umgesetzt haben. Weitere Infos zu den Mutter-/Vater-Kind-Kuren und den Kontakt finden Sie auf www.stiftungsfamilie.de

Weitere Artikel

25.02.2026
 

Wir gratulieren

Seit zwei Jahren arbeitet Mirko Nell bei DB Systel in Frankfurt am Main. Von der Stiftungsfamilie hat der 34-Jährige im Onboarding erfahren und sich für eine Mitgliedschaft entschieden: „Weil die Stiftungen Familien in herausfordernden Zeiten zur Seite stehen, Erholungsreisen ermöglichen und auch für Kinder tolle Aktionen machen.“ Familienglück Eine dieser Aktionen ist der Digitale Wunschbaum, in der Mitglieder der Stiftungsfamilie Kindern jährliche Wünsche zu Weihnachten erfüllen. Zur Aktion hatte der studierte Informatiker bereits 2024 einen Wunsch für seinen einjährigen Sohn Leon Paul angemeldet und uns im Nachgang ein Foto vom gemeinsamen Weihnachtserlebnis gesendet. Prompt hatte die Familie damit bei unserer Verlosung unter allen Bild-Einsendungen einen 250-Euro-Zuschuss für eine Familienauszeit gewonnen. Nun müssen die Nells nur noch ihr Reise- und Familienglück unter einen Hut bekommen: „Eigentlich wollten wir den Zuschuss schon für ein Wochenende im Erlebnishotel im Harz einlösen. Da wir derzeit aber auf unser zweites Kind warten, verzögern sich die Urlaubspläne etwas.“ Wir wünschen der jungen Familie alles Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen im Harz! Dreifache Überraschung Auch für die diesjährige Verlosung gibt es bereits glückliche Gewinnerinnen und Gewinner: Wir gratulieren Familie Baumann aus Hannover zum Gutschein für unsere Hotels- und Ferienwohnungen und wünschen eine gute Zeit an einem unserer schönen Reiseziele. Vom Wunschbaum gab es für die drei Kinder übrigens ein Knetspiel-Set, ein Lego-Bauset sowie neue Handschuhe. Wir wünschen viel Freude damit! Sie möchten auch Gutes für Bahnbeschäftigte tun? Ihre Spende kommt vielen weiteren unserer sozialen Leistungen zugute. Alle Möglichkeiten finden Sie unter www.stiftungsfamilie.de/spenden

Spenden

16.02.2026
 

Resilient bleiben

Wer sich für Krisen oder stressige Episoden wappnen möchte, landet schnell bei Büchern, Ratgebern und Veranstaltungen zum Thema Resilienz. Dass der Begriff Interesse weckt, zeigt auch die große Resonanz auf unser Projekt Leben-Webinar, das rund 200 Menschen verfolgten. Marina Kyewski, studierte Sozialpädagogin und Resilienztrainerin von der Stiftungsfamilie, erklärt im Gespräch, warum das Konzept so überzeugt, und wie wir unsere persönliche Widerstandskraft Schritt für Schritt stärken. Herausforderungen gehören zum Leben Mit neuen Lebensphasen wie dem Berufsleben oder der Familiengründung gehen in aller Regel auch Herausforderungen einher. Meistens bewältigen wir sie, ohne Schaden zu nehmen. „Zu einer Krise kommt es erst, wenn eine Situation so belastend ist, dass wir uns nicht angemessen anpassen können oder nicht fähig sind, das Erlebte zu verarbeiten. Entscheidend ist, wie einschneidend das Erlebnis für eine Person persönlich ist“, erklärt Marina Kyewski. Flexibel und anpassungsfähig Die studierte Diplom-Sozialpädagogin begleitet Menschen seit acht Jahren in der Sozialberatung der Stiftungsfamilie. Ihr Wissen gibt sie auch in Veranstaltungen weiter, wie kürzlich im Projekt Leben-Webinar unserer Vortragsreihe. Resilienz geht eigentlich auf einen technischen Begriff zurück und beschreibt, dass ein Material in seinen Ausgangszustand zurückkehrt, nachdem es beispielsweise gedehnt oder gestaucht wurde. „Übertragen auf den Menschen bedeutet das, sich nach belastenden Situationen wieder aufzurichten und nicht an ihnen zu zerbrechen“, so Marina Kyewski. Viele Elemente in einem Konzept Zum Konzept gehören die sieben Kompetenzen Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, Selbstwirksamkeit, Verantwortungsübernahme, Soziale Netzwerke und Zukunftsplanung, auch Säulen genannt. „Um zu erkennen, von welchen Säulen man besonders profitieren kann, schätzt man sich jeweils auf einer Skala von eins bis zehn ein, gegebenenfalls auch mit Hilfe aus dem Freundes- oder Familienkreis“, so die zertifizierte Resilienztrainerin. Wichtig sei es, einen Aspekt nach dem anderen zu bearbeiten, um sich nicht zu überfordern. Nach einigen Wochen der Selbstarbeit, so die 43-jährige, könne eine neue Einschätzung erfolgen. Alles zu seiner Zeit Dennoch hat das Konzept Grenzen, wie die gebürtige Hamburgerin erklärt: „Bei psychischen Erkrankungen wie beispielsweise einer Depression sind Behandlungen notwendig. Das kann eine Psychotherapie sein, je nach Schweregrad auch eine medikamentöse Begleitung. Ansätze aus der Resilienz können helfen, sich zu stabilisieren oder Rückfällen vorzubeugen. Sie sind aber kein Ersatz für medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.“ Die Sozialberatung der Stiftungsfamilie erreichen Sie telefonisch unter 0800 0600 0800 oder per E-Mail an beratung@stiftungsfamilie.de. Das Programm unserer Webinar-Reihe Projekt leben finden Sie auf unserer Website. Resilienz – die sieben Säulen Optimismus Grundhaltung und Selbsteinschätzung, dass sich die Dinge zum Guten entwickeln werden und dass man in der Lage sein wird, Dinge zum Guten zu beeinflussen. Ermöglicht es, positive Aspekte zu erkennen, ohne die Gesamtsituation schönzureden. Akzeptanz Die Fähigkeit, Realitäten anzuerkennen, auch wenn sie unangenehm oder schmerzhaft sind, und nicht gegen unabänderliche Umstände zu kämpfen. Das bedeutet, Energie nur in das zu stecken, was beeinflussbar ist. Lösungsorientierung Die Energie folgt der Aufmerksamkeit: Richten Sie den Blick auf die Lösung und den eigenen Handlungsspielraum. Übung: Zehn Handlungsalternativen für eine Situation aufschreiben, um in den kreativen Prozess zu kommen. Selbstwirksamkeit Beschreibt die Überzeugung, durch eigenes Handeln positiven Einfluss auf das Leben nehmen zu können. Verantwortungsübernahme Die Fähigkeit, eigenes Handeln und dessen Folgen zu erkennen und zu gestalten, statt sich als Opfer der Umstände zu sehen – selbst in schwierigen Situationen. Verantwortungsübernahme stärkt das Gefühl von Kontrolle. Soziale Netzwerke und Zukunftsplanung Netzwerke: Wer soziale Beziehungen zu Menschen aufbaut und pflegt, die bei Bedarf unterstützen können, fühlt sich eher sicher und gut aufgehoben und erhöht das Selbstwertgefühl. Zukunftsplanung: Machen Sie Pläne, um vorbereitet zu sein und beziehen Sie Alternativen ein (Plan B machen).

Neues lernen

13.02.2026
 

„Solche Momente sind unbezahlbar“

Vielleicht lag es daran, dass wir schon ab September nach Wünschen von Kindern aus der Bahnfamilie gefragt haben. Oder dass unser Digitaler Wunschbaum als Weihnachtsaktion für Familien immer bekannter wird. Jedenfalls waren wir tief beeindruckt, als die rund 1.000 gesammelten Wünsche innerhalb kurzer Zeit erfüllt waren. Gestiftet von vielen unserer Mitglieder, die Kindern eine Freude machen wollten, indem sie die Kosten für eines der Geschenke übernehmen. Wir sagen danke und sind glücklich, Menschen wie Sie in unserer Gemeinschaft zu haben. Gutes tun als Tradition Seit vielen Jahren ruft die Stiftungsfamilie vor Weihnachten dazu auf, Wunschzettel für Kinder aus der Bahnfamilie auszufüllen, denen eine Überraschung zum Fest besonders guttut. Zu sehen sind die Wünsche auf unserer Website, ob Mal-Set, Experimentierkasten oder Bilderbuch. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, übernimmt die Kosten für einen dieser Wünsche. Die Logistik übernimmt die Stiftungsfamilie, sodass alle Überraschungspakete rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegen. Überrascht und glücklich „Unsere Tochter Juna (10) war so glücklich, dass ihr Name auf einem Paket von der Post steht. Beim Auspacken kam die nächste Überraschung, als im Karton ein kleiner Stoff-Affe war, genau wie der von Pippi Langstrumpf.“ Wie Familie Kaufmann haben uns nach Weihnachten viele weitere Familien Rückmeldungen wie diese gesendet. Über „Lachen, Staunen und ganz viel Weihnachtsglück“ freute sich Familie Klinckenberg, als Leonard (7) und Tobias (10) ihre lange erwarteten Lego-Bausets in den Händen hielten. „Das Ersparte darf nun für neue kleine Träume bleiben.“ Unterstützung für Eltern Bei den siebenjährigen Zwillingsmädchen Alisar und Malak war die Freude unterm Weihnachtsbaum ebenfalls groß: „Sie haben sich riesig gefreut. Solche Momente sind unbezahlbar und bedeuten uns sehr viel“. Und Familie Franzen schrieb uns per E-Mail: „Es ist unglaublich, dass ihr den Kindern immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert und uns als Eltern auch sonst sehr unterstützt. Ohne euch wäre einiges nicht möglich gewesen.“ Dass die Wunschbaum-Aktion für so viel Freude sorgt, macht uns als Team der Stiftungsfamilie glücklich. Wir danken allen, die Wunschzettel ausgefüllt, Geschenke gestiftet und den Digitalen Wunschbaum 2025 möglich gemacht haben. Sie möchten auch Gutes für Bahnbeschäftigte tun? Ihre Spende kommt vielen weiteren unserer sozialen Leistungen zugute. Alle Möglichkeiten finden Sie unter www.stiftungsfamilie.de/spenden

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