Vorschläge
SUKI unterstützt die Deutsche Bahn seit mittlerweile 10 Jahren bei der Integration von Mitarbeitenden mit Flucht- oder Migrationsgeschichte. Anlässlich unseres Jubiläums werfen wir einen Blick zurück.
Im sogenannten „Sommer der Migration“ fliehen Tausende vor Krieg und Bedrohung nach Deutschland. Vor dem Hintergrund großer gesellschaftlicher Veränderungen übernimmt die Bahnbranche Verantwortung und gründet 2016 das „Projekt Integration Schiene“, aus dem später SUKI erwächst.
Ziel der 19 Projektpartner ist es, dass Menschen mit Fluchterfahrung bei der Bahn eine Arbeit und Unterstützung beim Ankommen im neuen Land finden.
Das anfangs 4-köpfige Projekt-Schiene-Team nimmt seine Arbeit auf und bringt ein Jahr später bereits das Lotsenprogramm an den Start. Zunächst lokal in Hamburg gestartet, unterstützen heute über 150 engagierte Bahnbeschäftigte neue Mitarbeitenden aus dem Ausland beim Deutschlernen und bei Fragen des Alltags.
2018-2019Die Folgejahre stehen ganz im Zeichen der Vernetzung und des Wachstums.
Projekt Schiene begleitet u. a. Qualifizierungsklassen mit Fluchterfahrung vor Ort, bietet erste Schulungen zum Leben in Deutschland und Trainings zum interkulturellen Zusammenarbeiten an und weitet das Lotsenprogramm auf Frankfurt/Main aus.
Bereits 2018 unterstützt das Team so über 100 Menschen mit Fluchterfahrung, die bei der Bahn arbeiten.
Außerdem ist das Projekt auf verschiedenen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Bahnkosmos vertreten, so z. B. auch beim Global Refugee Forum des UNHCR in Genf oder der Mitbestimmungskonferenz 2018.
Im Juni 2019 beschließen DB, EVG und Stiftungsfamilie gemeinsam mit dem Fonds Soziale Sicherung, das Projekt unter dem Namen SUKI „Soziale und Kulturelle Integration“ weiterzuführen.
2020-2021Im Februar 2020 geht die SUKI-Hotline an den Start, über die sich bis Ende 2025 über 1.300 Ratsuchende an SUKI gewendet haben. Außerdem beraten wir nun auch zum Thema Aufenthaltsrecht.
Mit der Corona-Pandemie wird auch das Lotsenprogramm zunehmend digital. Auf diesem Wege gelingt die bundesweite Ausweitung und Vernetzung der Tandems.
In dieser Phase gewinnt auch das Recruiting von Fachkräften aus dem Ausland zunehmend an Bedeutung. Für die neu Ankommenden entwickelt SUKI neue Angebote wie z. B. den Sprachtreff für Frauen.
2022-2023Im Februar startet der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stiftungsfamilie und SUKI unterstützen gemeinsam mit der DB Geflüchtete. Es entstehen neue Formate wie das Ukraine-Forum, die Welcome Treffs für Frauen und Sprachlots:innen helfen Geflüchteten auf Ukrainisch und Russisch bei Fragen im neuen Alltag.
Außerdem nimmt sich SUKI immer breiter dem Thema Vielfalt an und vernetzt sich innerhalb der Bahn weiter.
Getragen vom Motto „Integration ist keine Einbahnstraße“ entstehen neue Trainings- und Austauschformate insbesondere für Führungskräfte und Teams, in denen neue Mitarbeitende aus dem Ausland starten. Das Ziel: Beide Seiten (die neu Ankommenden und die Bestandsteams und Führungskräfte) bekommen Raum, sich über das zukünftige Zusammenarbeiten auszutauschen und werden für etwaige Stolpersteine sensibilisiert.
Im Februar 2023 wird SUKI als Regelleistung fest in der Stiftungsfamilie verankert. Das Team ist mittlerweile auf fünf Mitarbeiterinnen angewachsen und mit Beratung, Begleitung, Trainings und Kommunikation sind feste Arbeitsbereiche gewachsen.
2024-2025SUKI unterstützt mittlerweile diverse Programme und Gruppen des Cross Border Recruitings bei der Bahn mit (aufenthaltsrechtlicher) Beratung, Trainings- und Austauschformaten sowie dem Lotsenprogramm.
Das Team etabliert weitere Sprachtreff-Gruppen und mit dem SUKI-Forum ein Format für alle, die in ihrer Arbeit mit Integrationsthemen betraut sind und sich zu praktischen und strukturellen Fragen geschäftsfeldübergreifend austauschen möchten.
Das SUKI-Angebot erweitert sich um Themen wie „einfache Sprache“ und „inklusiv Führen“. Andere Bereiche werden stetig mehr genutzt, wie z.B. die SUKI-Hotline und Beratung, deren Themenbereiche immer komplexer und vielfältiger werden.
202610 Jahre nach dem Start ist aus dem zeitlich begrenzten Projekt Schiene, das sich vornehmlich an Geflüchtete richtete, ein umfangreiches, fest verankertes Integrationsprogramm für verschiedene Zielgruppen entstanden.
Was geblieben ist, ist der Fokus auf die Einzelperson: Wie bei allen Leistungen der Stiftungsfamilie steht auch bei SUKI der Mensch im Mittelpunkt. Hinter jedem Anliegen steht eine persönliche Situation. Wir nehmen sie ernst, hören zu und unterstützen so, dass es im Alltag spürbar hilft.
„ ... war von Anfang an von Vertrauen, Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt. Es ging nie nur um Formate oder Prozesse, sondern immer um gemeinsames Gestalten – mit Herz, Mut und dem Willen, Dinge wirklich voranzubringen.“
—Anne Kokoschko, Referentin Projektmanagement und Geschäftsgrundsätze, DB Zeitarbeit, Hamburg
„ ... besonders rund um Fragen bezüglich Aufenthaltstiteln. Das Team um SUKI hat immer ein offenes Ohr für uns und unsere Kolleg:innen. Sie sind somit die perfekte Anlaufstelle in allen Themen bezüglich internationalen Mitarbeitenden “
—Juliane Wetzel, Anlagen- und Instandhaltungsmanagement Netz Freiburg, Sina Köster, Fachreferentin internationale Fachkräfte Region Südwest, DB InfraGO Karlsruhe, Lotsin, Alexandra Werdich, HR BP, DB InfraGO Ulm
„ ... ein tolles und wichtiges Programm, um Integration und Vielfalt zu leben, statt nur darüber zu reden. Das Team SUKI ist eine wundervolle Gemeinschaft voll leidenschaftlich hilfsbereiter Personen und es ist eine große Ehre ein Teil davon zu sein.“
—Natascha Harlacher, Referentin Fachkräftesicherung/ Nachwuchskräfte-Gesamtkoordinatorin, DB Regio AG, Stuttgart, Lotsin