Warum uns Vielfalt wichtig ist

07.12.2023

Seit Beginn dieses Jahres baut Sophia Oster gemeinsam mit Kolleginnen und Kol­legen den Bereich Vielfalt auf. Die Programmmanagerin ist vor fünf Jahren in die Stiftungsfamilie gekommen und bringt als Politikwissenschaftlerin mit vielen Statio­nen im Ausland eine große Weltoffenheit mit. Wir haben mit der 30-Jährigen über ihr Aufgabenfeld und die damit einhergehenden Herausforderungen gesprochen.

Was meint Vielfalt?

Vielfalt beschreibt die Vielzahl unterschiedlicher Menschen, Kulturen, Meinungen und Lebenswei­sen, die unsere Welt bereichern und interessanter machen. Wären wir alle gleich, wäre das auch ein bisschen langweilig, oder? Wir alle sind geprägt durch gewisse Merkmale. Unsere Herkunft, unser Geschlecht, unser Alter oder auch unser Eltern­haus beispielsweise haben Einfluss auf unsere Persönlichkeit und unser Verhalten. Vielfalt zu leben, heißt deswegen auch, alle verschiedenen Perspektiven an einen Tisch zu holen und ein re­spektvolles Miteinander zu schaffen. Im Idealfall lernt man dadurch auch etwas voneinander.

Warum beschäftigt sich die Stiftungsfamilie mit Vielfalt?

Wir sehen Vielfalt als Chance. Der Fachkräfteman­gel ist in Deutschland angekommen. Wir haben große demografische Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig wird die Gesellschaft – und dadurch auch die Bahnwelt – vielfältiger. Das erleben wir auch in der Stiftungsfamilie. Um zukunftsfähig zu bleiben und innovative Wege zu finden, möchten wir diesen Wandel mitgestalten. Im Beruf kommen wir eventuell zum ersten Mal in Kontakt mit bestimmten Merkmalen unserer Kol­leginnen und Kollegen. Schließlich können wir uns nicht aussuchen, mit wem wir zusammenarbeiten. Wir sehen das als große Chance, denn dadurch haben wir die Gelegenheit, von unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen zu profitieren.

Welche Herausforderungen gehen damit einher?

Verschiedene Persönlichkeiten und Interessen ziehen natürlich Konflikte nach sich. Viele kennen wahrscheinlich die Situation, wenn beispielswei­se an Weihnachten die ganze Familie mal wieder zusammenkommt, alle sind erwartungsfroh – und plötzlich brechen Diskussionen aus. Da kann sich die Stimmung blitzschnell aufheizen. Das ist am Arbeitsplatz nicht anders. Kritisch wird es vor allem, wenn jemand aufgrund bestimmter Merk­male benachteiligt oder gar belästigt wird. Es ist wichtig, den betroffenen Menschen eine Stimme zu geben und Diskriminierung flächendeckend zu begegnen. Vielfalt ganzheitlich zu integrieren, ist ein Langstreckenlauf, den wir nur mit der Hil­fe und der Bereitschaft aller schaffen. Ganz nach dem afrikanischen Sprichwort: Willst du schnell gehen, gehe allein. Willst du weit gehen, gehe mit anderen.

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„Noch eine Geschichte!“

Kennen Sie die beliebte Kinderbuchreihe von Sven Nordqvist, in deren Verlauf der alte Mann Pettersson und sein Kater Findus allerlei lustige und spannende Geschichten erleben? Im Band „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ jedenfalls ist es so kalt, dass die beiden tagelang nicht vor die Tür gehen. Und als es dann wärmer wird, verstaucht sich Pettersson kurz vor Weihnachten den Fuß. Wie sollen die beiden jetzt zu einem Weihnachtsbaum kommen? Leider können wir an dieser Stelle nicht weitererzählen. In den Genuss der ganzen Geschichte sind am vergangenen Freitag aber die Kinder der Betriebs-Kita Bahnbini der Deutschen Bahn in Frankfurt am Main gekommen. Wie jedes Jahr am Bundesweiten Vorlesetag, hat die Stiftungsfamilie die Bahnbinis wieder für eine gemeinsame Lesestunde besucht. Die angehenden Leserinnen und Leser waren seit dem Morgen natürlich froher Erwartung – und wurden nicht enttäuscht. Besuch von erfahrenem Leser Seine liebsten Kinderbücher hat für die Lesestunde dieses Mal nämlich unser Kollege und erfahrene Vorlese-Papa Stefan Hafermehl aus der Kommunikations-Abteilung eingepackt: „Lesen ist für Eltern und Kinder eine schöne Möglichkeit, um gemeinsame Zeit zu verbringen. Außerdem können Kinder dabei gut herunterkommen, beispielsweise abends, um den Tag ausklingen zu lassen“, findet der zweifache Familienvater und freut sich, dass seine Geschichte gut ankam beim jungen Publikum. Nächstes Jahr fällt der Bundesweite Vorlesetag übrigens auf den 15. November. Und wenn wir vorbeikommen dürfen, liebe Bahnbinis, sind wir gerne wieder mit dabei.

Gemeinsames Erleben