Die Welt in Büchern

15.10.2026

So vielseitig die Bahnbranche ist, so vielseitig sind die Menschen, die sich in ihr engagieren. Viele Stiftungsfamilienmitglieder, die bei der Deutschen Bahn oder in einem anderen Unternehmen der Bahnbranche arbeiten, entwickeln während ihrer Laufbahn ein Interesse für spezielle Themen aus der Bahnwelt oder eine besondere Epoche der Bahngeschichte. Manche von ihnen sammeln so viel Wissen an, dass sie es in einem Buch veröffentlichen. Wir stellen einige Werke vor:

Von 1849 bis 2011 vereinigte die Familie von Peter Kehm ganze 27 berufliche Tätigkeiten aus fünf Generationen, darunter Hilfsbremser, Bahnwärter, Weichensteller, Lokführer, Schlosser, Sachbearbeiter, und viele weitere. Im Buch beschreibt Peter Kehm aus persönlicher Sicht verschiedene Aspekte aus Bebras Bahngeschichte.

Bahnhof Bebra – Die Geschichte eines Eisenbahnknotens in der Mitte Deutschlands (ISBN 978-3946594-14-7)

Jürgen Schmidt ist ehrenamtlich tätig für RailHope Deutschland und hat gemeinsam mit dem Fotografen und Mediengestalter Daniel Saarbourg das Buch „Die Bahn – Gott lächelt“ herausgebracht. Die 96 Seiten im Hardcover sind durchgehend farbig illustriert und ebenfalls im Buchhandel erhältlich.

Die Bahn – Gott lächelt. Bilder der Bahn erzählen Geschichten fürs Leben (ISBN 978-3-910955-28-8)

Nach gut 40 Jahren Arbeitsleben bei der Bahn wollte Jürgen Bauer mit dem Eintritt in den Ruhestand etwas Neues angehen. Seitdem engagiert er sich unter anderem in der Flüchtlingshilfe, als Leselern-Helfer und in der Obdachlosenhilfe. Im Buch beschreibt er seine  Motivation und Sicht auf gesellschaftliches Engagement und Eindrücke aus seinen Tätigkeiten.

Zwischen Suppenküche und Umweltschutz – Ehrenamtlich unterwegs in den sozialen Baustellen unserer Gesellschaft (ISBN 978-3-6963-6043-6)

Wie Bahngeschichte auch zur Familiengeschichte wird, hat Werner Weigand, zuletzt in leitender Tätigkeit bei der DB Netz AG beschäftigt, selbst erlebt. Seine Erfahrungen, das überlieferte Wissen aus vier Generationen und sein Fachwissen aus über 40 Jahren Bahn verarbeitet der promovierte Ingenieur in seinem Buch. Angefangen mit seinem 1858 geborenen Urgroßvater und Bahnwärter bis zur Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation der Deutschen Bahn und möglichen Zukunftsszenarien.

Eisenbahnerfamilie. Vier Generationen von der Länderbahn zur aktuellen Krise und zur Bahn der Zukunft (ISBN 978-3-695616-18-3)

Weitere Artikel

07.10.2026
 

„Das ist extrem wichtig“

Im Programm Peers at work finden Mitarbeitende der Deutschen Bahn vertrauliche Beratung bei Kolleginnen und Kollegen, wenn sie Symptome einer Depression bei sich oder in ihrem Umfeld feststellen oder vermuten. Die kollegialen Beraterinnen und Berater waren vormals selbst von der Krankheit betroffen und kennen die Situation. Neben den sogenannten Peers sind Führungskräfte wichtig, um im Betrieb über das Programm zu informieren. Holger Koriath, Leiter Anlagen- und Life Cycle Management bei der DB InfraGO AG in München, weiß, wie tückisch das Krankheitsbild Depression ist. Anlässlich des Tages der seelischen Gesundheit am 10. Oktober hat der vierfache Familienvater seine Erfahrungen mit uns geteilt. Vorbeugen statt reagieren Im Arbeitsalltag entwickeln Holger Koriath und sein Team Maßnahmen, um Stellwerke, Bahnübergänge, Gleise und andere Anlagen instandzuhalten. Ziel ist es, Defekte zu verhindern, bevor sie den Betriebsablauf beeinträchtigen. Noch komplexer als im System Bahn, in dem viele Räder ineinandergreifen, ist es, wenn Menschen psychisch erkranken: „Ich habe im privaten Umfeld erlebt, wie sich eine Depression auswirkt. Die Menschen leiden, es fehlt die Kraft für alles. Im Prinzip bricht der Alltag vollkommen zusammen. Das ist nicht nur für die betroffene Person selbst, sondern auch für Nahestehende schmerzhaft und oft überfordernd.“   — Alle Infos zum Programm Peers at work und Kontakte zu den Peers finden Sie hier.   Schlüsse ziehen Den Anstoß dafür, Peers at work bei DB InfraGO in München zu implementieren, hat die Langzeiterkrankung eines Mitarbeitenden gegeben: „Der Wunsch kam damals von dem Mitarbeitenden bei seiner Rückkehr. Er wollte Erfahrungen teilen, damit Kolleginnen und Kollegen früh Unterstützung erhalten, wenn es ihnen nicht gut geht“, erzählt der studierte Bauingenieur. In den Gesprächen mit den Peers erfahren Betroffene unter anderem, wie sich die Krankheit äußert, wie sie verläuft und wo es professionelle Unterstützung gibt. Für ihre Tätigkeit werden sie durch die Stiftungsfamilie geschult und fachlich unterstützt. Dem Thema Raum geben Den Ansatz findet Holger Koriath sinnvoll: „Wer sich als Peer engagiert, macht das nicht, um es im Lebenslauf stehen zu haben, sondern um Leid zu verhindern.“ Von den Ratsuchenden und den Inhalten der Gespräche erfährt der 55-Jährige nichts, da diese vertraulich stattfinden. Als Führungskraft geht es ihm darum, Bedingungen sicherzustellen: „Mir ist wichtig, dass die Mitarbeitenden, die sich als Peer engagieren, genügend Zeit dafür haben. Was eine Depression ist und dass sie alle treffen kann, wissen nach meiner Wahrnehmung immer mehr Menschen. Das liegt auch an Programmen wie Peers at work.“ Peers informieren über Therapien und Anlaufstellen und begleiten, falls nötig, in die professionelle Behandlung. Als kollegiale Beraterinnen und Berater sind sie unabhängig von Geschäftsfeld und Standort für alle Mitarbeitenden der Deutschen Bahn ansprechbar. Peers at work ist ein Programm der Stiftungsfamilie im Auftrag der Deutschen Bahn. Die Beratung ist streng vertraulich. Kooperationspartner ist die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention.

Menschen im Mittelpunkt

Mehrere Hände formen ein Herz

01.10.2026
 

„Die Unterstützung war überwältigend“

Peter Schulze von der DB InfraGO in Wittenberg erlitt im vergangenen Jahr bei Arbeiten an Oberleitungen einen schweren Unfall und zog sich lebensgefährliche Verbrennungen zu. Nach sechs Wochen im Koma kämpfte er sich zurück ins Leben. Bis heute leidet er jedoch unter chronischen Schmerzen sowie dauerhaften Bewegungseinschränkungen an Händen, Armen, Schultern und dem linken Bein. Hilfe, die Kraft gibt Für die Familie begann damit eine lange und herausfordernde Zeit. Seit Weihnachten 2025 befindet sich Peter Schulze nahezu ununterbrochen in medizinischer Behandlung, Rehabilitation und Therapie. Zahlreiche Operationen waren notwendig, um die Folgen der schweren Verbrennungen zu behandeln. Der Weg zurück in den Alltag erfordert bis heute viel Geduld, Kraft und Durchhaltevermögen. In dieser herausfordernden Phase durfte die Familie große Anteilnahme erfahren. „Die Unterstützung im Rahmen der Spendenaktion der Stiftungsfamilie war überwältigend. Jede einzelne Spende und jeder gute Wunsch haben uns gezeigt, dass wir mit dieser schweren Situation nicht allein sind“, berichtet Peter Schulzes Tochter Saskia Harting. „Im Namen unserer gesamten Familie möchten wir uns von Herzen bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken. Ihre Hilfe macht einen echten Unterschied und gibt uns Kraft und Zuversicht für die Zukunft.“ Was Zusammenhalt bewirken kann Mehrere Zehntausend Euro sind bei der Spendenaktion für Peter Schulze zusammengekommen, die in den behindertengerechten Umbau seines Zuhauses fließen und seinen Alltag langfristig erleichtern. Die notwendigen Anpassungen ermöglichen mehr Selbstständigkeit, geben Sicherheit und tragen dazu bei, seine Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. „Für diese wertvolle Unterstützung sind wir sehr dankbar“, betont Saskia Harting. Auch wenn der Genesungsweg weiterhin von Herausforderungen geprägt sein wird, blickt die Familie mit Zuversicht nach vorn. „Die Hilfe, die wir erfahren durften, zeigt eindrucksvoll, was Zusammenhalt und Solidarität bewirken können“, so Saskia Harting. Sie möchten die Arbeit der Stiftungsfamilie unterstützen? Alle Möglichkeiten finden Sie hier.

Spenden