Freiwillig engagiert

11.06.2026

Rund 40 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren setzen sich in Deutschland ehrenamtlich ein. In der Stiftungsfamilie sind es einige Tausend Menschen. Was freiwilliges Engagement für unsere soziale Gemeinschaft bedeutet, darüber haben wir uns mit Andrea Ziesemer unterhalten, die seit einigen Jahren Leiterin des Ehrenamts ist.

Was heißt Freiwilligenengagement bei uns?

Unsere Freiwilligen engagieren sich in ihren jeweiligen Betrieben, in den regionalen Ortsstellen oder in Gruppen und Netzwerken. Sie informieren über unsere Leistungen, bringen Leute zusammen, setzen sich ein für Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung und für diejenigen, die an Depression oder einer Sucht erkrankt sind. Sie sorgen dafür, dass niemand einsam sein muss und diejenigen Hilfe oder Zuspruch erhalten, die eine solche Unterstützung brauchen. Sie organisieren Veranstaltungen, Seminare und Workshops, Reisen, Ausflüge, regelmäßige Treffen, Festivals, Wettbewerbe oder kulturelle Events.

Wie lange macht man das dann?

Die meisten Freiwilligen sind bestellt und haben sich damit für vier Jahre verpflichtet, ihr Ehrenamt auszuüben. Das ist eine lange Zeit, besonders für jüngere Menschen, die vielleicht noch auf der Suche nach ihrem Herzensthema sind, für das sie sich freiwillig engagieren möchten. Dazu kommt, dass es möglicherweise mehrere Herzensthemen gibt – und zu wenig Zeit, allen gerecht zu werden. Denn man braucht neben der Energie für ein Ehrenamt eben auch Platz im Kalender. Deshalb haben wir jetzt das Freiwilligenengagement bei uns flexibler gestaltet.

Was heißt das?

Wir halten in der Stiftungsfamilie genau das Engagement bereit, das für alle Menschen das Richtige ist: ob sie sich einmalig oder langfristig engagieren möchten, ob sie ihre Kompetenz mehr im sozialen oder kulturellen Bereich sehen, ob sie leicht mit anderen in Kontakt kommen oder lieber im Hintergrund agieren – oder vielleicht eigene Ideen einbringen und etwas ganz Neues entwickeln wollen.
 

— Jetzt auf www.stiftungsfamilie.de unter „Engagement“ Ihre Möglichkeiten entdecken, sich freiwillig in der Stiftungsfamilie für die Gemeinschaft zu engagieren! —

Das heißt, man verpflichtet sich nicht mehr für mehrere Jahre?

Ja, genau. Wer nicht für vier Jahre gebunden sein möchte, der kann bei uns auch vielleicht nur einmalig aushelfen, indem er beispielsweise bei einer bestimmten Veranstaltung mitarbeitet. Das heißt zwar nicht, dass alles total unverbindlich ist – schließlich müssen wir ja auch vorher planen; außerdem gibt es versicherungstechnische Hintergründe zu beachten. Uns ist aber wichtig, dass sich interessierte Menschen sehr viel flexibler freiwillig bei uns engagieren können. Daneben bleibt es für verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten bei einer vierjährigen Verpflichtung. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn man eine Funktion in der Ortsstelle oder eine Gruppenleitung übernimmt.

Welche Bereiche gibt es?

Unsere Sparten des freiwilligen Engagements sind derzeit neben der Ortsstellen- und Grup­penarbeit: Botschafterin bzw. Botschafter im Betrieb, Bewegung, Bildung, Menschen verbinden, soziale und kulturelle Integration und Kinder im Fokus. Gerade Letzteres haben wir ausgebaut, weil uns Familien sehr am Herzen liegen. Hier ist eine freiwillige Tätigkeit beispielsweise in unseren Elternnetzwerken, bei Vorlesetagen oder Webinaren möglich.

Was müsste man dafür mitbringen?

Erfahrung ist willkommen, entscheidend ist jedoch die Begeisterung. Wenn jemand einfühlsam mit Kindern umgeht, Geduld mitbringt und Verantwortungsbewusstsein hat, ist das schon ein sehr gutes Fundament. Ohne freiwilliges Engagement geht es nicht – auch nicht in der Stiftungsfamilie. Schauen Sie auf unsere Website, dort erhalten Sie weitere Informationen zu unseren Sparten. Vielleicht ist dort schon das Richtige für Sie dabei? Andernfalls melden Sie sich per E-Mail an ehrenamt@stiftungsfamilie.de bei uns und wir tauschen uns über Ihre Ideen aus. Wir freuen uns auf Sie! Übrigens: gern weitersagen!

Andrea Ziesemer ist seit über 20 Jahren für die Stiftungsfamilie tätig. Hier stellt sie sich kurz vor:

Meine Ausbildung habe ich am 1. September 1981 bei der Bahn in Neumünster begonnen. Mein Vater war Eisenbahner, also lag der Schritt nahe, den gleichen beruflichen Weg einzuschlagen. Später in der Stiftungsfamilie war ich zunächst Teamleiterin in Hamburg. Danach wurde ich Regionalleiterin Nord und habe später zusätzlich die Region Ost übernommen. Seit März 2023 bin ich Leiterin Ehrenamt in der Stiftungsfamilie und betreue gemeinsam mit meinem Team die freiwillig engagierten Menschen, die in den Ortsstellen und Gruppen oder in ihren jeweiligen Betrieben die sozialen Werte der Stiftungen BSW und EWH weitertragen.

Das Freiwilligenengagement in der Stiftungsfamilie ist eine starke Säule und gibt uns ordentlich Rückenwind. Unsere Ehrenamtlichen sorgen für Freude und Gemeinschaft, fördern Talente, bringen andere und sich selbst in Bewegung und stärken das Selbstbewusstsein. Sie sind da, wenn eine helfende Hand oder ein offenes Ohr benötigt wird. Sie lenken die Geschicke direkt vor Ort, in ihren Gruppen und an ihrem Arbeitsplatz.

Haben Sie auch Lust, sich freiwillig zu engagieren und sich mit Ihrem Talent ehrenamtlich einzubringen? Dann gehen Sie gleich auf www.stiftungsfamilie.de und melden Sie sich an!

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